Ni No Kuni 2: Schicksal eines Königreichs

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NI NO KUNITM II: REVENANT KINGDOM ist ein Sequel zum preisgekrönten Ni no Kuni: Der Fluch der Weißen Königig! Mit mehr als 150 Auszeichnungen, Nominierungen und mehr als 1,9 Millionen verkauften Spielen kehrt das zauberhafte Universum von Ni no Kuni nun zurück, um mit Ni no Kuni II: REVENANT KINGDOM für PlayStation 4  und Steam mehr Menschen als je zuvor in seinen Bann zu ziehen

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  • Publisher: Bandai Namco
  • Veröffentlichung: 23.03.2018
  • System: PS4, PC
  • Genre: Rollenspiel

Ni No Kuni II – Das Schicksal eines Königreichs

Spielekauf.de - Review

Fans des märchenhaften Japano-RPGs, das in Zusammenarbeit mit Rollenspielveteranen Level 5 und Anime-Urgestein Studio Ghibli erschien, mussten seit der Veröffentlichung von Ni No Kuni im Jahr 2013 stark sein: nicht nur schien das Schicksal eines Nachfolgers ungewiss, zuletzt sorgte das Sequel auch mit kurzfristigen Verschiebungen, fundamentalen Gameplay-Änderungen und der Entstehung ohne Studio Ghibli für schlaflose Nächte bei den Fans. Kann der zweite Teil trotz Gnuffis statt Gefährten und Action-Einschlag immer noch verzaubern?

„Katz und Maus“-Spiel

Evan, Protagonist von Ni No Kuni II, ist designierter und jugendlicher Regent des Königreichs Katzbuckel, ehe ein Putsch des ehemaligen königlichen Beraters und Nagetier Ratoleon ihn ins Exil zwingt. Dabei ist der katzenohrige Blondschopf aber nicht auf sich alleine gestellt - am Abend des Putsches wird der smarte Roland, der anscheinend Präsident in der „echten“ Welt ist, in die Welt von Ni No Kuni transportiert . Die beiden Heimatlosen treffen auf ihrer Flucht aus Katzbuckel und anschließenden Reise zwar auf verschiedene Gefährten, aber gerade das Verhältnis zwischen dem jungen König und dem bedachten Regierungsoberhaupt bildet den Story-Kern des Rollenspiels. Evan schwört sein Königreich nicht kampflos aufzugeben und der gütige und gerechte Herrscher der ganzen Welt zu werden um Krieg und Elend ein Ende zu setzen. Roland schließt sich ihm an um dem jungen Regenten unter die Arme zu greifen - gemeinsam beschließen sie, die Länder zu einen und Evans Königreich Wirklichkeit werden zu lassen.

Ninokuni Bild1

(Der Kampfbildschirm ist übersichtlich, ausgewählte Waffen, Lebensleiste der Gegner und aktive Gnuffis sind stets im Blick - hier dreschen wir auf die Horde Gegner ein, während sich Evan davonstiehlt und unsere Gnuffis auf ihren Einsatz warten)


Die Story von Ni No Kuni II kommt zu Beginn etwas wirr und undurchsichtig daher - Parallelwelten, unterschiedliche Rassen und Fraktionen, politische Intrigen bleiben in den ersten Stunden noch undurchsichtig. Die Geschichte wird dennoch schnell in rollenspieltypische Bahnen gelenkt und wird vor allem all jene begeistern, die gerne die Märchengeschichte des Erstlings verfolgten. Ähnlich wie im Vorgänger sind Komplexität und Tiefgang überschaubar und konzentrieren sich eher auf grundlegende Konflikte zwischen Gut und Böse, dem Retten der Welt und der Harmonie zwischen Völkern. Dennoch schreckt Ni No Kuni II nicht vor ernsthaften Themen wie Armut, Glücksspiel, Königsmord, Opferbringung und Rassismus zurück  - auch wenn der Titel auf explizite Gewaltdarstellung verzichtet, geht es in Evans Welt durchaus ruppig zu. Dementsprechend kämpft ihr euch rollenspieltypisch via Kampfbildschirm und mit Schwert in der Hand durch die immer verwobenere Geschichte.

Ninokuni Bild2

(Im Regierungsmodus schaltet und waltet ihr an Evans Stelle über Minapolis und nutzt Königsgulden sowie die Talente von Bewohnern um etwa Gebäude zu errichten, Talente zu erforschen oder Waffenherstellung zu verbessern)


Gerade hier erwartet beinharte Ni No Kuni Fans die größte Enttäuschung: die bekannten Gefährten, mit denen ihr Widersachern den Garaus machtet, wurden gestrichen, an ihre Stelle treten die etwas generisch wirkenden und weitaus nicht so detailverliebt konzipierten Gnuffis. Wer im ersten Teil noch das Pokémon-ähnliche Spielprinzip samt Monster sammeln, entwickeln und zu einem optimalen Team verschmelzen liebte, muss sich darauf gefasst machen, dass die an Elementargeister erinnernden Begleiter diesmal eine passive Rolle in den Kämpfen einnehmen. Zwar wuseln die kleinen Anhängsel ebenso flink und knuffig über das Schlachtfeld wie ihre Pendants aus dem Vorgänger – sie helfen euch aber nur mit gelegentlichen Bonuseffekten (Heilung, Schaden an Gegnern u.Ä.) und bleiben sonst im Hintergrund. Zwar könnt ihr auch hier eure gewünschte Kombination aus vier verschiedenen Gnuffi-Arten erstellen, hauptsächlich wird aber mit den Hauptfiguren – die ihr aktiv steuert – auf die Gegner eingeknüppelt. Hier merkt man den Vorteil, den die Gefährten-Entsorgung in Sachen Gameplay offenbart: Ni No Kuni II spielt sich vor allem in den Kampfsituationen dynamisch und flink. Zwar nicht ganz so präzise wie einige andere Genregeschwister, etwa Nier Automata oder Bayonetta, dennoch macht der Hack-and-Slay-Einschlag der Konfrontationen auch nach zahlreichen Spielstunden noch Laune. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass ihr beliebig zwischen euren drei aktiven Teammitgliedern – die sich allesamt unterschiedlich steuern – wechseln könnt. So entscheidet ihr selbst, ob ihr in Rolands Haut schnelle und kraftvolle Angriffe vom Stapel lasst, mit Zorans Äxten alles kurz und klein hackt oder als Evan den Bildschirm mit Zaubersprüchen zum Glühen bringt. Jede Figur verfügt dabei über drei Waffen, zwischen denen beliebig gewechselt werden kann. Diese unterscheiden sich aber bis auf Elementarschäden oder Schadenparameter nicht merklich voneinander. Eure Effektivität im Kampf steigert ihr durch das Finden und Kaufen neuer Totmacher, das Erlernen neuer Fähigkeiten und Zauber oder das Feintuning im Kampfequalizer. Dort lassen sich einige Details wie Schadenboni, Geschwindigkeit der Ausweichmanöver oder Fluchtchancen einstellen. Gravierende Unterschiede macht dies aber zugegebenermaßen nur selten – dafür ist Ni No Kuni II zu zahnlos. Nur selten kommt ihr bei Widersachern, vor allem bei Zwischen- und Endbossen, ins Schwitzen. Leider sind diese auch die einzigen, die wirklichen Studio Ghibli Charme bzw. den des Vorgängers versprühen - generische Häscher auf der Oberwelt sind mal grün, mal orange, mal blau, beschränken sich aber auf die immer gleichen etwa zwei Dutzend Typen. Meist sind die Kämpfe zwar ohnehin so flink, dass ihr nur selten der Optik der Gegner frönen könnt, hier mangelt es aber merklich an Abwechslung. Apropos Oberwelt: hier erwartet den Spieler der nächste Bruch - zwar ist ein Wechsel zwischen Oberwelt und Stadt- oder Dungeon-Ansicht nichts Ungewöhnliches für Rollenspiele, aber an dieser Stelle hat Level 5 keinen fließenden Übergang hinbekommen. Betretet ihr die Oberwelt, überrascht euch ein völlig anderer Grafikstil, als der von Stadtbesuchen oder Höhlenerkundungen. Anstatt in einen malerischen Anime-Hintergrund werdet ihr in eine detailarme Umgebung geworfen, die weder in Sachen Texturen noch Detailgrad zu überzeugen weiß. Zudem ruckelt genau hier, wenn ihr die Heldentruppe als Chibi-Kopf-Versionen steuert und auch nicht mit Gegnern interagieren könnt, das Spiel sehr häufig. Die Bewegungen auf der Karte sind dadurch der unangenehmste Teil des Spiels, da ihr hier nur behäbig von A nach B stapfen und euch den aufmerksamen Gegnern stellen müsst. Zum Glück sind im Spiel großzügige Teleportationspunkte verteilt, sodass lange Fußmärsche vermieden werden können. Hier hat Level 5 vermutlich schon geahnt, dass  das Bewegen auf der Oberwelt den Spielspaß torpediert.

Ninokuni2 Bild3

(Studio Ghibli war an der Entstehung von Evans Abenteuer nicht mehr beteiligt, dennoch ist der reduzierte Anime-Stil allgegenwärtig. Besonders die Hauptfiguren sind schön animiert, wenngleich nicht ganz so ikonisch wie Oliver und Tröpfchen aus dem Erstling)


Der Königreich-Simulator

Zu Gute halten muss man dem Spiel, dass die Gameplaymechaniken ansonsten reibungslos ineinander greifen: das Feature, Evans neues Königreich ähnlich wie in einem Browser- oder Smartphone-Spiel mit Rohstoffen aufzubauen, selbige einzusammeln und gleich wieder einzusetzen, entfacht eine unaufdringliche Sogwirkung - ihr versucht ständig neue Bewohner eures neuen Reiches anzuwerben um sie ihren Talenten entsprechend etwa in der Schmiede, dem Magielabor oder dem Basar einzusetzen. Dafür springen für euch seltene Gegenstände, stärkere Waffen, neue Gnuffis oder andere Vorteile heraus. Da Neulinge euch erst folgen wenn ihr - zugegeben generische - Quests wie „Bring‘ mir drei X“ oder „töte Gegner Y“ erfüllt habt, strahlt der Spielspaß und der „Der Charakter muss unbedingt in mein Königreich“-Faktor durch das ganze Abenteuer. Hier hat Level 5 saubere  Arbeit geleistet und alle Rollenspielversatzstücke zu einem stimmigen Ganzen zusammengefügt.

Technisch lässt Ni No Kuni II aber wie erwähnt Punkte liegen. Zwar kann das Spiel die fehlende Zusammenarbeit mit Studio Ghibli gut kompensieren - schließlich haben einige Designer den Weg vom Traditionsstudio nach Level 5 gefunden. Die Protagonisten wurden mit schönen Animationen bedacht und kommen Ghibli-typisch reduziert daher. Ihnen fehlt allerdings das ikonischere Aussehen ihrer Pendants aus dem Vorgänger - in die gleiche Kerbe schlägt auch das Fehlen der knuffigen Gefährten und damit abwechslungsreicher Gegnertypen. Akustisch bleibt das Rollenspiel erstaunlich blass. Schöpfte der Soundtrack von Joe Hisaishi aus dem Erstling noch aus den Vollen, bleiben seine Klänge im Nachfolger generisch - stattdessen wird das Thema aus Teil 1 in verschiedensten Variationen etwas überstrapaziert. In Zwischensequenzen leihen die patenten englischsprachigen Sprecher mit stark britischem Akzent nur stellenweise ihre Stimme, meist bleibt es bei einsilbigen Verbalien, die per Dialogfenster aufgefüllt werden - schade.

Ninokuni2 Bild4

(Der optische Bruch auf der Oberwelt irritiert mit seinen schwachen Texturen und den kopflastigen Figuren - dank präziser Karte und detailierter Schnellreisefunktion reduziert sich die gemächliche und unschöne Fortbewegung zu Fuß aber auf ein Minimum)


Fazit

Level 5 war bei Ni No Kuni II mutig, die allseits beliebten Gefährten zu ersetzen und sämtliche Figuren aus dem Erstling in der Schublade zu lassen. Traurig müssen Rollenspiel-Fans, die Oliver und Tröpfchen bei ihrem Abenteuer ins Herz schlossen, aber nicht sein. Evan und seine Reise König der Welt zu werden hat im Gegenzug andere Qualitäten. Wo der erste Teil mit toller Optik und Akustik, Märchen-Story und Pokémon-Ansatz aufwartete, nimmt Teil 2 genau dessen Schwächen in Angriff: Ni No Kuni II spielt sich komfortabel und vor allem in den Kämpfen flott, die Story gewinnt nach einigen Stunden an Fahrt und bietet motivierende Rollenspiel-Mechaniken. Auch wenn dabei leider alte Stärken wie Optik, Abwechslung der Gegner und Anime-Flair auf der Strecke geblieben sind. Wenn Rollenspiel-Fans und Liebhaber des Vorgängers über die Fokusverschiebung hinwegsehen und die Designentscheidungen akzeptieren können, erwartet sie ein toll konzipiertes Abenteuer, das den Controller wie durch Magie an den Händen festkleben lässt.

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