Backfirewall_ im Test - Das l├Ąngste Smartphone Update!

Backfirewall_ im Test - Das l├Ąngste Smartphone Update!

Das schwedische Studio Naraven Games hat sein erstes "richtiges" Spiel namens Backfirewall entwickelt. Ein Mix aus Adventure und Rätselspiel, was im Innenleben eines Smartphones spielt. Eine kuriose Idee, doch wie spannend kann das Innenleben eines Smartphones sein und dazu die Frage, wie anspruchsvoll oder -los sind die Rätsel? Ich habe mir das Spiel angeschaut und kann es euch in unserem Test nun sagen.

Was passiert beim Update eures Smartphones?

In Backfirewall übernehmt ihr die Rolle des Update-Programms. Eure Aufgabe ist es, das neue OS10 zu installieren, damit das alte OS9 endlich abgelöst wird. Ich mein, es hatte seine guten Zeiten schon hinter sich und nun gibt es viel zu viele Fehler im System, die man mit dem neuen OS10 ändern möchte. Es folgt eine Vorstellung seitens OS9, wo er schnell merkt, dass dieser kleine Besuch des Updateprogramms kein höflicher ist. Denn es geht darum ihn zu löschen und ein neues Betriebssystem zu installieren. Daran hat OS9 natürlich kein Interesse, immerhin geht es darum gelöscht zu werden. Doch das alte Betriebssystem ist etwas mitgenommen und leicht verwirrt, wodurch etwas passiert, was OS9 nicht im Sinn hatte. Aus Versehen sichert er sich selbst in einem BackUp auf Diskette. So handlich, wie er jetzt ist, kann man ihn auch direkt mitnehmen.

Backfirewall Update Screenshot

Ab zum Updateprozess, wo OS9 weiterhin versucht uns in unser Gewissen zu reden und den Updateprozess aufzuhalten. Das zeigt erstmal keine Wirkung, denn ein neues Betriebssystem mit neuen Featuren wie einen schmalleren Updatebalken, ist halt schon geil. Da helfen seine ganzen Kommentare auch nichts. Erst als uns klar wird, was mit uns passieren wird, schwenken wir ein.

Denn neben OS9 sollen auch wir im Anschluss gelöscht werden und das kann man nicht zulassen. Warum sollte unsere Belohnung nach Abschluss des Updates das Ende unseres Lebens sein? OS9 hatte immerhin einige Zeit zu leben, aber uns? Uns gibt es doch erst wenige Minuten, Sekunden! Gut, eher Nanosekunden. Das klingt nicht fair!

Kurzerhand brechen wir das Update ab und fliehen. Unser Ziel: Das System mit Fehlern zu überhäufen und das Update zu stoppen.

Soweit zur Story, die mich wirklich überrascht hat, entsprechend werde ich hier nicht weiter zu schreiben und überlasse es euch selbst zu entdecken, was hier alles noch passieren wird. Daher, weiter im Test zum nächsten Abschnitt. Einmal bitte folgen.

Von Bits und Bytes und neuen Fähigkeiten

Neben dem Adventure Part geht es in Backfirewall natürlich um Rätsel und da gibt es sehr viele, die verstreut im Spiel auf euch warten. Generell ist jede Ebene größtenteils gleich aufgebaut. Ihr kommt in ein neues Gebiet und könnt dieses erst verlassen, wenn ihr für genug Fehler im System gesorgt habt. Dazu zählt z.B. eine bestimmte Anzahl an Bytes zu finden oder ihre Anzahl zu erhöhen, Datenbüsche zu trimmen, damit sie nicht überladen werden oder einfach nur für Chaos zu sorgen, indem man bestimtme Prozesse dem Management meldet.

Nach und nach stellt uns OS9, der nun ein Teil von uns ist, neue Fertigkeiten zur Verfügung. Die allererste ist, dass man Gegenstände löschen kann. Das sorgt schon für genug Chaos und macht so manche Weg erst begehbar oder zeigt so manchen versteckten Weg. Dazu kommt später die Fähigkeit Gegenstände zu duplizieren, so dass man z.B. die Bytes verdoppeln kann. Damit schaltet man auch neue Wege frei, die sonst verschlossen schienen.

Mit der dritten Fertigkeit kann man die Farbe von Gegenständen ändern und so z.B. Türen öffnen. Denn ein roter Knopf, der euch den Weg versperrt, der wird einfach mal grün gefärbt und schon lässt sich die Tür öffnen. Denn wie man weiß, wenn etwas grün leuchtet, ist alles ok. Zumindest glaubt das System es und wenn das System es glaubt, dann ist es Gesetz.

Die letzte Fertigkeit werde ich hier mal nicht erwähnen, die solltet ihr dann im Spiel selber finden.

Mit diesen Fertigkeiten gilt es dann die Rätsel im Spiel zu lösen. Nicht immer werden sie benötigt, um die Aufgaben zu erledigen, aber ohne Sie werdet ihr nicht weit kommen. Zu den Rätsel selbst kann ich nur sagen, dass sie allesamt schaffbar sind. Richtig harte Nüsse gab es nicht und sollte man doch mal nicht weiterkommen, weil der Funke der Inspiration nicht überspringen will, so hat man eine stetige Hilfe in Form einer Gummiente. Wenn ihr also in einem Rätsel hängen bleibt, fragt die Gummiente um Rat und sie wird euch helfen.

Humor? Check!

Der Humor in Backfirewall hat wirklich genau meinen Nerv getroffen. Auch die versteckten Anspielungen, die hier auf euch warten sind fantastisch. Ich sag nur "I like trains!". Aber auch in der Story selbst, wenn man die einzelnen Charaktere kennenlernt, einfach herrlich. Wenn sich Social Media App I über Social Media App T aufregt und dass sie doch das Original sei. Grandios. Gerade wenn Social Media App T nur Tänze, Tänze und noch mehr Tänze im Sinn hat. Oder Social Media App F Existenzängste hat, weil sie nicht mehr so oft geöffnet wird, wie andere Apps. Ich denke mal es ist klar, auf welche Apps hier angespielt wird und es ist einfach fantastisch.

Backfirewall Unzipper Screenshot

Hinzu kommen die verrückten Level, die einzelne Aspekte des Innenlebens eines Smartphones abarbeiten und, zumindest bei mir, für einige Lacher gesorgt haben. Gerade im Ram-Bereich. Aber auch davon ab gibt es einfach viel Witz und Charme zu entdecken. In den 4-5 Stunden bekommt man wirklich einiges geboten und nicht nur eine wirklich gute Vertonung der Charaktere des Spiels. Zu einem zweiten Durchlauf wurde ich auch direkt angespornt, denn es gibt ein paar Sachen, die man übersehen kann oder von denen man nicht wusste, dass sie möglich sind.

Artstyle, Technik & mehr

Der Artstyle wirkte damals auf der GamesCom, als ich das Spiel das erste Mal anzocken konnte, im ersten Moment noch recht wild, aber letztlich passt es wunderbar zusammen. An sich ein eher schlichter Stil, aber das passt zum modernen Design eines Smartphones, finde ich und sorgt eben auch für den ein oder anderen witzigen Kommentar im Spiel.

Backfirewall Office Screenshot

Die Musik, die das gesamte Spiel untermalt und zum Ende richtig aufdreht passt wirklich wie die Faust auf Auge und gerade im Finale hat sie nochmal ihren Moment zum Scheinen und das auf mehreren Ebenen. Aber wie so oft in diesen Test, werde ich nicht mehr dazu sagen und ihr findet das alles besser mal selbst heraus. :D

Bugs hatte ich während meines Durchlaufs keine. Keine Plotstopper oder sonstige Ungereimtheiten. Alles lief größtenteils wunderbar, bis auf ein paar Ecken im Spiel, wo man stecken bleiben konnte, aber letztlich immer einen Weg fand sich zu befreien. Dazu fühlte sich die Performance manchmal nicht perfekt optimiert an. Meine FPS waren teils weit verbreitet, was aber auch daran liegt, dass man in den Einstellungen keine FPS Begrenzung einstellen konnte und daher immer versucht wurde die 165 FPS anzusteuern, was nicht immer klappte. Entsprechend blieb nur der Weg über den Nvidia Treiber um die Begrenzung auf 60 FPS einzuschalten, die diesen Sprung in FPS größtenteils kontrollieren konnte. Dazu etwas schade, dass man die Grafikeinstellungen erst im Spiel machen kann und nicht bereits vor dem Start. Generell hätte ich mir dort mehr Optionen gewünscht, wie man es aus anderen Spielen her kennt.

Fazit:

Mit Backfirewall hat Naraven Games ein wirklich schönes Adventure abgeliefert. Der Humor war für mich einfach on point und die Story um das Betriebssystem OS9 und uns, das Updateprogramm, hat mir sehr gut gefallen. Die ganzen Anspielungen und Geheimnisse, die hier warten, hatten für einiges an Spaß gesorgt. Einzig, die Hinweise auf die Gummiente und dass diese uns weiterhelfen kann, haben etwas genervt. Allgemein gefällt mir der Trend nicht, dass man dem Spieler keine Zeit lassen will, sich mit dem Spiel auseinanderzusetzen, weil man Angst hat, dass er frustriert werden könnte und das Spiel beendet. Dazu fühlte es sich technisch nicht komplett rund an, aber ein Day One Patch kann Abhilfe schaffen, denn der wurde erst nach meinem Test aufgespielt. Nichtsdestotrotz kann ich Backfirewall nur empfehlen.

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